Woo Yeon Chun
The Comfort Station
'Zerbombt'_Sarah Kane
Installation
HfG Offenbach, Deutschland, 2007
awarded Offenbacher Löwe Junior Scenography Prize 2010
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Diese Arbeit geht vom Theaterstück „Zerbombt“ aus. Der darin dargestellte Hotelraum erscheint nicht als geschützter Rückzugsort, sondern als ein Ort, in den die Gewalt, der Hunger und das Leid des Krieges unmittelbar eindringen. Ausgehend von dieser Auflösung der Grenze zwischen Innen und Außen richtet sich mein Interesse auf widersprüchliche Raumzustände.
„The comfort station“ greift diese Struktur auf und überträgt sie auf den historischen Kontext der sogenannten „Troststationen“ während der japanischen Kolonialzeit. Der Begriff suggeriert Fürsorge und Erholung, steht jedoch in starkem Kontrast zur Realität von Zwang, Gewalt und anhaltendem Leid.
Im Inneren der Arbeit verdichten sich diese Erfahrungen zu einer fragmentierten, spannungsgeladenen Atmosphäre. Verflochtene Haarstränge verweisen auf körperliche und emotionale Verletzungen, während die räumliche Verengung ein Gefühl von Druck und Enge erzeugt. Durch das Eindringen in den Raum wird zugleich die Grenze zwischen Innen und Außen destabilisiert.
Die Arbeit ist darauf angelegt, dass der Raum zunächst als etwas Vertrautes und möglicherweise Angenehmes erscheint, sich diese Wahrnehmung jedoch beim Betreten ins Gegenteil verkehrt. Auf diese Weise thematisiert sie die Diskrepanz zwischen der Perspektive der Täter, die den Ort als „Komfort“ begreifen konnten, und der Erfahrung der Betroffenen, für die er einen Raum extremer Gewalt darstellte.
„The comfort station“ untersucht, wie ein Raum gleichzeitig widersprüchliche Bedeutungen tragen kann, und macht die darin eingeschriebenen Macht- und Gewaltverhältnisse erfahrbar.






